春分 (Chūnfēn) spring frontier
DEAN-ip on 19/20 Mae 2022

Drawing: Verena Heyden

Text: Sebastian Hubrach

Topic: "Finding natural harmony together"

Chūnfēn, 春分, is the fourth solarterm of the year. Literally translated, this name means “spring boundary”.

In Chūnfēn, nature naturally finds its way into a state of equilibrium. A process that manifests itself in the equinox. It can also be compared to the daily rhythm of dawn, where equilibrium also occurs daily. What a harmonious state! Most people love the moment between night and day, this is where we find the peace and balance. It is like a scale: when it is horizontal, there is no lighter or heavier of one side or the other there.

It is the boundary between winter and spring, which also means that now the yang energy is rising. Spring begins to unfold its power and the juices to flow upwards. Growth slowly becomes visible. But before it moves from yin to yang, there is this rest, the point where yin and yang are in balance.

Twice a year we go through this point where life naturally finds harmony and we can connect with it. This gives us a good opportunity to create balance within ourselves. You could also say that we can reach our centre more easily at this time.

In Chūnfēn, nature shows us what balance means: Yin and Yang are in harmony with each other. It works the same way between us humans. There is always the I and the you in our world. Whether “I and the world” or “I and nature” or “I and the other people” – the main thing is that we always find this state of balance in our relationships.

This is how this togetherness develops, because togetherness also means strong. Our body makes it clear: if all cells work together, we are healthy and strong. Chūnfēn gives us the chance to practice together at ip in connection with the cycle of life. Through this, we come back more and more into our balance and together we are well prepared for the future.

Einige Inspirationen aus Deutschland und China

Hinweis: Dieser Bereich wird in den nächsten Tagen immer wieder mit neuen Inhalten aktualisiert.

von Michaela

Heute Morgen bin ich meinem Impuls gefolgt und habe etwas geschrieben, womit ich hinsichtlich der Zeitqualität verbunden bin. Vielleicht passte etwas davon für den Newsletter:

Ich schaue aus meinem Fenster und sehe den Garten ganz verfroren, alles ist von weißem Reif umhüllt und harrt aus. Es scheint alles erstarrt. Der Boden ist hart und fest. Das einzige was auf Leben schließen lässt sind die immergrünen Gehölze und die Gräser mit Ihren Samenständen, die diese Kälte tapfer ertragen.

Wie heißt es doch so schön direkt bevor der Tag anbricht ist die dunkelste Stunde. Diesen Punkt haben wir mit der Wintersonnenwende bereits überschritten. In der „europäischen“ Kultur wurde die Wintersonnenwendnacht auch Mutternacht genannt. Zur Mutter wird die Frau in dem Moment, wo sie neues Leben gebiert und so gefällt mir dieses Wort besonders gut für diese Zeit der Wintersonnenwende mit der Wiedergeburt des Lichtes. Aus der Dunkelheit entsteht das neue Leben. Die Samen reifen im tiefen Bauch von Mutter Erde, die Babies in der Gebärmutter. So verstehe ich diese Zeit als ein reifen im Ursprung oder Urgrund bis etwas soweit gediehen ist, dass es sich zum passenden Zeitpunkt hervorwagt, um sich zu zeigen.

Vor einigen Tagen war ich im Garten, um ein bisschen den ersehnten Frühling vorzubereiten. Es war bereits fast frühlinghaft warm, und so konnte ich bei den Pflanzen beobachten, dass sie, obwohl noch alles leblos erscheint, doch genau wie ich den Frühling herbeisehnen. Die Knospen haben anfangen anzuschwellen, was auf aufsteigende Säfte schließen lässt. Zu dieser Zeit kann das sehr gefährlich sein, denn es wird in der Regel durch die klaren Nächte oft wieder sehr kalt, wie dies gerade heute der Fall ist. Das kann die zarten Knospen schädigen, das Wachstum im Frühling verzögern und den Neustart erschweren.

Ich finde dies ein schönes Sinnbild für die Zeit. Es geht einfach noch nicht darum loszulegen, sondern noch weiter, um die Vorbereitung, um das Reifen im Innern, das Kräfte sammeln für den herannahenden Frühling und einen Neuanfang. Ausharren und sich in Geduld zu üben und das obwohl eine Instanz in mir den Wandel der Energie bereits ganz, ganz zart durch die langsam und stetig länger werdenden Tage mit der zunehmenden Lichtkraft und „Wärme“ spüren kann. Der Impuls wurde bereits in der Mutternacht in Gang gesetzt, will aber noch im Verborgenen ein bisschen weiter genährt und entwickelt werden, bis der passende Zeitpunkt da ist.

von Sebastian

Mit dem Regen von Yǔshuǐ gibt es wieder die Möglichkeit für uns, eine neue Ebene der Harmonie zu finden. Der Himmel schenkt uns diese Informationen, damit wir Yin und Yang ausgleichen können. Jeder von uns bekommt die gleichen Informationen, es ist immer alles für jeden da. Gerade Yǔshuǐ zeigt uns, dass wir wie die Pflanzen immer vom Himmel gegossen/genährt werden, damit wir wachsen können. Deshalb hat diese Zeit mit Liebe zu tun. Wenn wir uns gut mit Himmel und Erde verbinden, werden wir immer unsere Harmonie wieder finden. Es gibt diese Hilfe.

So wie die Pflanzen, verwurzelt in der Erde, nur (gemeinsam) mit dem Wasser vom Himmel erblühen können. Es liegt in ihrer Natur, dass sie selbstverständlich diese Energien aufnehmen und sie für ihr Wachstum nutzen. Wir können unser Gefühl trainieren, mit dem wir ganz natürlich lernen, uns mit diesen Energien mehr und mehr wieder zu verbinden, damit wir das beste Selbst von uns werden.

Es ist eine Zeit des sanften Wachstums. Kräuter, wie Bärlauch, gedeihen unter dem Schnee und an schneefreien Flächen können schon die ersten Schneeglöckchen blühen. Ganz zart und fein, wie Poesie uns innerlich liebevoll berührt, zeigt sich der Frühling, diese erwachende und aufsteigende Energie. Langsam steigen die Kräfte aus unserer Wurzel, die wir in der dunklen Jahreszeit gepflegt und aufgebaut haben, in uns auf. Es entsteht diese Bewegung von Innen nach Außen.

Jeder von uns kann individuell wachsen, jeder nutzt die Energie des Himmels anders - und doch entwickeln wir uns gemeinsam in ip. Das große Geschenk ist, dass wir uns gegenseitig ergänzen, austauschen und helfen, von Geist zu Geist.

von Natalja

Wenn ich versuche die Energie des Solaterms zu spüren, komme ich immer wieder auf einen Eiskristall, so klar, rein und sauber. Die Bewegung ist im Strahlen. Der Eiskristall hat an sich keine Farbe, spiegelt aber alle Farben der Welt, besonders das Sonnenlicht und erstrahlt dadurch in voller Stärke und Schönheit, sanftmütig und zart.
Noch ein Gefühl von dieser Energie ist schwer zu beschreiben. Das ist die Energie dahinter, hinter allem. Absolute Ruhe und Frieden. Das ist eine weibliche Energie, die in sich alles behält. Wenn man aus dieser Quelle agiert, ist das ganze Tun friedlich, sanft und freudig. Dieses Gefühl vermittelt mir meine Uroma. Sie lächelt mich an, erfüllt mein Herz mit Wärme, Freude und Geborgenheit.

von Daosheng

“Die Verbindung, die die Chinesen zu Dà Hán haben, ist z.B. seine Nähe zum chinesischen Neujahr, das er ankündigt. Gleichzeitig ist Dàhán der letzte Zeitabschnitt eines Jahres im chinesischen Mondkalender.  In dieser Zeit kommen viele chinesische Traditionen zutage. Dà Hán bedeutet die Große Kälte, man könnte auch sagen: die kälteste Zeit des Jahres. Xiǎo Hán, 小寒, oder kleine Kälte, ist der Solarterm, der davor stattfindet. Diese Kälte wird in den verschiedenen Regionen in China natürlich unterschiedlich wahrgenommen. Ich zum Beispiel befinde mich im Süden Chinas. Hier ist der Unterschied zwischen den beiden Arten von Kälte am stärksten zu spüren. Der Gott Janus ist z.B. der Gott, der die Türen öffnet und schließt. Er steht an einem neuen Anfang und an einem Ende. Dà Hán hat eine ähnliche Bedeutung. Wenn wir diesen Term in China erleben, treffen wir innerlich schon Vorbereitungen für das neue Jahr. Es ist eine ganz bewegte Zeit hier in China, denn das chinesische Neujahrsfest wird immer in sehr, sehr großem Rahmen gefeiert. Außerdem wird das neue Jahr mit allen möglichen Traditionen begrüßt. Im Allgemeinen bereiten sich die Menschen darauf vor, den alten Schmutz loszuwerden und dem neuen Jahr mit voller, neuer Energie zu begegnen.”
Daosheng Li

von Maren

Im Schmutz suche ich Schutz
Fühle das verletzte Feuer
Höre die Schreie von früher
Erstarre durch alte Kälte

Wenn die Erde bebt, finde ich im Geist ein Zuhause
Werde ruhig, bleibe still
Bin sanft
Egal, was passiert

Hinter den Verletzungen
Das freie Herz fühlen
Ein neuer Raum gibt klare Kraft
Zu heilen, endlich befreien

Sich öffnen
Zusammen fallen
In die Tiefe des Yin
Das Nichts fängt uns auf.

von Huangyishi

Dà Hán ist gut für meinen Körper, es ist eine gute Nahrung für meinen Körper. Auch wenn es so in der Natur nicht unbedingt sichtbar ist, ist es für mich ein wichtiger Punkt, um auszugleichen.

Das Fest der großen Kälte ist für mich eine Maximierung der Yin-Energie, eine üppige Umwandlung in die Yang-Energie des Frühlings, eher eine Blüte der Wintersonnenwende als eine Wintersonnenwende. In der chinesischen Medizin gibt es ein altes Sprichwort, das besagt, dass Yin-Krankheiten als Yang behandelt werden und Yang-Krankheiten als Yin. Meinen fünf Elementen fehlte die Yang-Energie, so dass die Diskussion in C.D. vor der großen Kälte mir die Bedeutung dieser Energie noch deutlicher vor Augen führte und mich spirituell dazu aufforderte, sie in jedem Fall zu berücksichtigen.

von Verena

Hier kommt mein Gedanke zum SolarTerm Dà Hán und mein Gefühl während ich das Bild zeichne : 

Dunkelheit vor der Morgen Dämmerung – eine Dunkelheit nicht wie die tiefste Nacht, sondern sie beinhaltet schon die erste Morgenröte. Es leuchtet etwas ohne das direkte Licht zu sehen. 

Stille - nur ein Rufen aus weiter Ferne - sonst nichts... Aber wo kommt das her ?

Noch ist es kalt und ruhig an der Oberfläche, noch zeigt sich nichts. Die Natur ist im Ruhezustand, die Bäume wie Skelette. Was also macht das Leuchten aus ?

DàHán ist wie, noch mal schnell einen Rückblick wagen, auf das was war, und zugleich mutig und mit etwas Zuversicht nach vorne schauen. In dieser Zeit geht es vor allem ums wiederholte reflektieren und speichern dessen was wir aus dem letzten Jahr (Leben) an Erfahrungen mitgenommen haben. (Ohne diese Speicherung kann etwas sehr wichtiges verloren gehen - dies ist gerade eine Gefahr in unserer Gesellschaft – weil kein richtiger Winter, kein Muse Gang, kein Inne halten und somit wenig Reflektion 🤔 in unserer Welt )

In DàHán geht es (auch) um Fantasie. Oh, war da nicht was – ein Gefühl ?
Ein locken, Ein erstes blinzeln in der Dunkelheit, aber dann, ganz klar, behutsam und voller Zuversicht die Augen und Ohren nochmal schließen. Bloß noch nicht allzu wach werden und Vor allem nicht zu schnell schon wieder wollen !

Wie eine Essenz liegt es unter der Erde und wird dort gut gehütet. Es kommt mir vor wie ein Reifungsprozess. (im Spätsommer sind es die reifen Früchte im sichtbaren Bereich und im Spätwinter die Früchte im Unsichtbaren) Tief, im warmen Bereich der Erde, noch verborgen, geschützt und sicher und irgendwie auch auf eine Art in seiner Struktur noch gefangen. 
Aber vielleicht können wir dies spüren.

Unsere Essenz die uns fürs kommende Jahr nährt, zeigt sich erst kraftvoller, wenn es wärmer wird .... weiter mit dem nächsten SolarTerm 😉 haha

von Maren

Am Himmel funkeln
Nachts die Sterne
Wie wunderbar sie sich zeigen
Vernetzt im dunklen Urgrund

Zu Zeiten des tiefsten Yin
Von der großen Kälte sich berühren lassen
Wohltuende Wärme empfinden
Ein neuer Raum öffnet sich, sofort

Es funkelt
Es glitzert
Sprudelnde Inspiration
Aus dieser Quelle

Die Energie fließt unendlich
Sie nährt uns alle
Lässt unsere Herzen zusammen erstrahlen
Im gemeinsamen Ursprung

von Ursula

Impressionen nach einem Spaziergang heute:

Klirrende Kälte, klirrende Stille
und tief dann doch ein Raum
von samtig und geborgen
in empfangender Ausrichtung
neu geboren zu werden

Together with the ancestors

If you feel a special connection to the ancestors and would like to give them a place, you can register them as regular participants for DEAN-ip. In this case the usual price for adults applies.

*Please write your name in the notes.

Registration

Registration for the DEAN-ip “Chūnfēn” is open until 18.03.2022 at 3 pm.
Your registration is basically binding.

If you have any problems with the registration, questions or suggestions, please contact us at team@dean-ip.de, via WhatsApp & Co or by phone:
Danny: +49 179 9026217, Nicola: +49 151 70173457, Tasso: +49 170 9573066

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