DEAN-ip am 19.01.2022 / 20.01.2022
大寒 (Dà Hán) Große Kälte

Zeichnung: Verena Heyden

Text: Maren Kunzendorf, Nicola Martens und Sebastian Hubrach

Thema: Wenn alle etwas gemeinsam tun - das ist ip. Lasst uns ip Dà Hán gemeinsam erleben!
Verbindung in der internationalen Übung


Verbunden durch die Energie üben wir gemeinsam zu den Zeiten der Solarterms, von denen jeder uns tiefe Informationen über die Natur gibt. Der natürliche Zyklus dieser Zeitabschnitte führt uns wieder zu unserem ursprünglichen Rhythmus, unserem Ursprung, dem Gemeinsamen und Eigenen. In ip Dà Hán üben wir gemeinsam mit verschiedenen Nationen. Diese Verbindung geschieht direkt mit dem Herzen – eine unmittelbare Vernetzung auf der unsichtbaren Ebene. Arbeiten wir gut zusammen, sind wir stärker. Schwierige Situationen können ganz anders ausbalanciert werden, wir können mehr sehen, anders verstehen, als wir es zum Beispiel allein oder in nur einer Kultur könnten. 

Dieser Zugang zu den Informationen wird durch die spirituelle Verbindung möglich. Man kann sagen: wir helfen uns durch die Hilfe Meister Lis und seiner Söhne gegenseitig, die Wahrheit besser zu verstehen und auf unser ursprüngliches Herz zu hören, es zu fühlen und zu verstehen.

Besonders in dieser Zeit können wir durch die äußeren Umstände umso besser verstehen, wie wichtig der gute Kontakt zueinander ist, auf weltlicher, aber zuallererst auf geistiger Ebene. Einer ist eine Hilfe für den anderen: Manchmal hilft ein Kind seiner Mutter, manchmal geschieht es auch umgekehrt. Vielleicht können wir auch die Energie spüren, die zwischen uns und den Ahnen hin und her fließt. Wenn wir uns offen und aufrichtig mit der Energie verbinden, entsteht dieses harmonische Miteinander. So wird die Zirkulation größer und kann sich in unserer Wahrnehmung und in der Wirkung immer weiter ausdehnen. So muss sich niemand mehr allein fühlen. Sorgen und Ängste können dahinschmelzen.

Dà Hán, zusammen neu beginnen

Der Solarterm Dà Hán, 大寒, ist gekommen und zeigt uns, dass der Frühling nicht mehr weit ist. Nun wird auch bald ein neuer Zyklus von 24 Solarterms anbrechen. Immer wieder gibt uns das Leben die Möglichkeit, uns weiterzuentwickeln und etwas Neues gut zu beginnen. 

Wenn wir die Energie gut halten und verbunden bleiben,
bereiten wir die nächsten Schritte und die nächste Stufe vor. 
Gut anfangen und es weiterhin gut machen,
dann wieder auf die nächste Ebene und weiter…

Dà Hán heißt übersetzt “großer Winter” und bringt uns starke Kälte, die auch ein Sinnbild für tiefe Ruhe ist. In der Tierwelt entspricht dies dem Winterschlaf, auch in der übrigen Natur verbergen sich die Pflanzen und Lebewesen natürlicherweise. Wenn wir diesem ursprünglichen Zyklus folgen, ziehen wir uns zurück, um in der Ruhe Kraft für das Neue zu schöpfen. 

Doch diese Zeit zeigt sich uns ganz anders und konfrontiert uns oft mit Unruhe und Sorgen. Die damit verbundenen Emotionen können eine innere Hitze entfachen, die wiederum das Immunsystem und die eigene Kraft schwächen kann. Um diese Hitze zu harmonisieren und die innere Ruhe wiederzuerlangen, können wir uns mit der Energie des Solarterms Dà Hán verbinden.

Wenn es jetzt im Außen nicht dieses kühle, ruhige Gefühl bei uns gibt, sollten wir bei Dà Hán extra Übung machen, um ruhig zu bleiben. 

Wenn wir alle gemeinsam ruhig bleiben können, dann bleibt es auch in der äußeren Welt ruhiger. Gleichzeitig bereiten wir uns innerlich gut auf den neuen Zyklus und seine Möglichkeiten vor. Dà Hán eröffnet uns allen die Gelegenheit, genügend Energie und Stabilität zu sammeln, um im Frühling einen Sprung in unserer eigenen Entwicklung zu machen. Dies ist ein Anlass für Hoffnung und Freude.

Ip gibt uns diesen Raum, so wie jedes Projekt der DEAN Methode. Der Austausch von Erfahrungen ist so wertvoll. Jeder könnte seine Impulse zu einem Newsletter von ip beitragen, denn jeder hat sein eigenes Gefühl zu den Dingen. Sei es zum Beispiel durch ein Bild, ein Video, eine Sprachnachricht oder ein Gedicht – jede Stimme ist einzigartig und wichtig. Wenn wir diese Informationen zusammen zeigen, wird alles lebendig. Es ist unser aller FuQi, diese gemeinsame Verbundenheit im Solarterm Dà Hán zu spüren.

* Die rot geschriebenen Worte sind Zitate von Meister Dean Li.

Einige Inspirationen aus Deutschland und China
von Daosheng

“Die Verbindung, die die Chinesen zu Dà Hán haben, ist z.B. seine Nähe zum chinesischen Neujahr, das er ankündigt. Gleichzeitig ist Dàhán der letzte Zeitabschnitt eines Jahres im chinesischen Mondkalender.  In dieser Zeit kommen viele chinesische Traditionen zutage. Dà Hán bedeutet die Große Kälte, man könnte auch sagen: die kälteste Zeit des Jahres. Xiǎo Hán, 小寒, oder kleine Kälte, ist der Solarterm, der davor stattfindet. Diese Kälte wird in den verschiedenen Regionen in China natürlich unterschiedlich wahrgenommen. Ich zum Beispiel befinde mich im Süden Chinas. Hier ist der Unterschied zwischen den beiden Arten von Kälte am stärksten zu spüren. Der Gott Janus ist z.B. der Gott, der die Türen öffnet und schließt. Er steht an einem neuen Anfang und an einem Ende. Dà Hán hat eine ähnliche Bedeutung. Wenn wir diesen Term in China erleben, treffen wir innerlich schon Vorbereitungen für das neue Jahr. Es ist eine ganz bewegte Zeit hier in China, denn das chinesische Neujahrsfest wird immer in sehr, sehr großem Rahmen gefeiert. Außerdem wird das neue Jahr mit allen möglichen Traditionen begrüßt. Im Allgemeinen bereiten sich die Menschen darauf vor, den alten Schmutz loszuwerden und dem neuen Jahr mit voller, neuer Energie zu begegnen.”
Daosheng Li

von Maren

Im Schmutz suche ich Schutz
Fühle das verletzte Feuer
Höre die Schreie von früher
Erstarre durch alte Kälte

Wenn die Erde bebt, finde ich im Geist ein Zuhause
Werde ruhig, bleibe still
Bin sanft
Egal, was passiert

Hinter den Verletzungen
Das freie Herz fühlen
Ein neuer Raum gibt klare Kraft
Zu heilen, endlich befreien

Sich öffnen
Zusammen fallen
In die Tiefe des Yin
Das Nichts fängt uns auf.

von Huangyishi

Dà Hán ist gut für meinen Körper, es ist eine gute Nahrung für meinen Körper. Auch wenn es so in der Natur nicht unbedingt sichtbar ist, ist es für mich ein wichtiger Punkt, um auszugleichen.

Das Fest der großen Kälte ist für mich eine Maximierung der Yin-Energie, eine üppige Umwandlung in die Yang-Energie des Frühlings, eher eine Blüte der Wintersonnenwende als eine Wintersonnenwende. In der chinesischen Medizin gibt es ein altes Sprichwort, das besagt, dass Yin-Krankheiten als Yang behandelt werden und Yang-Krankheiten als Yin. Meinen fünf Elementen fehlte die Yang-Energie, so dass die Diskussion in C.D. vor der großen Kälte mir die Bedeutung dieser Energie noch deutlicher vor Augen führte und mich spirituell dazu aufforderte, sie in jedem Fall zu berücksichtigen.

von Verena

Hier kommt mein Gedanke zum SolarTerm Dà Hán und mein Gefühl während ich das Bild zeichne : 

Dunkelheit vor der Morgen Dämmerung – eine Dunkelheit nicht wie die tiefste Nacht, sondern sie beinhaltet schon die erste Morgenröte. Es leuchtet etwas ohne das direkte Licht zu sehen. 

Stille - nur ein Rufen aus weiter Ferne - sonst nichts... Aber wo kommt das her ?

Noch ist es kalt und ruhig an der Oberfläche, noch zeigt sich nichts. Die Natur ist im Ruhezustand, die Bäume wie Skelette. Was also macht das Leuchten aus ?

DàHán ist wie, noch mal schnell einen Rückblick wagen, auf das was war, und zugleich mutig und mit etwas Zuversicht nach vorne schauen. In dieser Zeit geht es vor allem ums wiederholte reflektieren und speichern dessen was wir aus dem letzten Jahr (Leben) an Erfahrungen mitgenommen haben. (Ohne diese Speicherung kann etwas sehr wichtiges verloren gehen - dies ist gerade eine Gefahr in unserer Gesellschaft – weil kein richtiger Winter, kein Muse Gang, kein Inne halten und somit wenig Reflektion 🤔 in unserer Welt )

In DàHán geht es (auch) um Fantasie. Oh, war da nicht was – ein Gefühl ?
Ein locken, Ein erstes blinzeln in der Dunkelheit, aber dann, ganz klar, behutsam und voller Zuversicht die Augen und Ohren nochmal schließen. Bloß noch nicht allzu wach werden und Vor allem nicht zu schnell schon wieder wollen !

Wie eine Essenz liegt es unter der Erde und wird dort gut gehütet. Es kommt mir vor wie ein Reifungsprozess. (im Spätsommer sind es die reifen Früchte im sichtbaren Bereich und im Spätwinter die Früchte im Unsichtbaren) Tief, im warmen Bereich der Erde, noch verborgen, geschützt und sicher und irgendwie auch auf eine Art in seiner Struktur noch gefangen. 
Aber vielleicht können wir dies spüren.

Unsere Essenz die uns fürs kommende Jahr nährt, zeigt sich erst kraftvoller, wenn es wärmer wird .... weiter mit dem nächsten SolarTerm 😉 haha

von Maren

Am Himmel funkeln
Nachts die Sterne
Wie wunderbar sie sich zeigen
Vernetzt im dunklen Urgrund

Zu Zeiten des tiefsten Yin
Von der großen Kälte sich berühren lassen
Wohltuende Wärme empfinden
Ein neuer Raum öffnet sich, sofort

Es funkelt
Es glitzert
Sprudelnde Inspiration
Aus dieser Quelle

Die Energie fließt unendlich
Sie nährt uns alle
Lässt unsere Herzen zusammen erstrahlen
Im gemeinsamen Ursprung

von Ursula

Impressionen nach einem Spaziergang heute:

Klirrende Kälte, klirrende Stille
und tief dann doch ein Raum
von samtig und geborgen
in empfangender Ausrichtung
neu geboren zu werden

von Michaela

Heute Morgen bin ich meinem Impuls gefolgt und habe etwas geschrieben, womit ich hinsichtlich der Zeitqualität verbunden bin. Vielleicht passte etwas davon für den Newsletter:

Ich schaue aus meinem Fenster und sehe den Garten ganz verfroren, alles ist von weißem Reif umhüllt und harrt aus. Es scheint alles erstarrt. Der Boden ist hart und fest. Das einzige was auf Leben schließen lässt sind die immergrünen Gehölze und die Gräser mit Ihren Samenständen, die diese Kälte tapfer ertragen.

Wie heißt es doch so schön direkt bevor der Tag anbricht ist die dunkelste Stunde. Diesen Punkt haben wir mit der Wintersonnenwende bereits überschritten. In der „europäischen“ Kultur wurde die Wintersonnenwendnacht auch Mutternacht genannt. Zur Mutter wird die Frau in dem Moment, wo sie neues Leben gebiert und so gefällt mir dieses Wort besonders gut für diese Zeit der Wintersonnenwende mit der Wiedergeburt des Lichtes. Aus der Dunkelheit entsteht das neue Leben. Die Samen reifen im tiefen Bauch von Mutter Erde, die Babies in der Gebärmutter. So verstehe ich diese Zeit als ein reifen im Ursprung oder Urgrund bis etwas soweit gediehen ist, dass es sich zum passenden Zeitpunkt hervorwagt, um sich zu zeigen.

Vor einigen Tagen war ich im Garten, um ein bisschen den ersehnten Frühling vorzubereiten. Es war bereits fast frühlinghaft warm, und so konnte ich bei den Pflanzen beobachten, dass sie, obwohl noch alles leblos erscheint, doch genau wie ich den Frühling herbeisehnen. Die Knospen haben anfangen anzuschwellen, was auf aufsteigende Säfte schließen lässt. Zu dieser Zeit kann das sehr gefährlich sein, denn es wird in der Regel durch die klaren Nächte oft wieder sehr kalt, wie dies gerade heute der Fall ist. Das kann die zarten Knospen schädigen, das Wachstum im Frühling verzögern und den Neustart erschweren.

Ich finde dies ein schönes Sinnbild für die Zeit. Es geht einfach noch nicht darum loszulegen, sondern noch weiter, um die Vorbereitung, um das Reifen im Innern, das Kräfte sammeln für den herannahenden Frühling und einen Neuanfang. Ausharren und sich in Geduld zu üben und das obwohl eine Instanz in mir den Wandel der Energie bereits ganz, ganz zart durch die langsam und stetig länger werdenden Tage mit der zunehmenden Lichtkraft und „Wärme“ spüren kann. Der Impuls wurde bereits in der Mutternacht in Gang gesetzt, will aber noch im Verborgenen ein bisschen weiter genährt und entwickelt werden, bis der passende Zeitpunkt da ist.

von Natalja

Wenn ich versuche die Energie des Solaterms zu spüren, komme ich immer wieder auf einen Eiskristall, so klar, rein und sauber. Die Bewegung ist im Strahlen. Der Eiskristall hat an sich keine Farbe, spiegelt aber alle Farben der Welt, besonders das Sonnenlicht und erstrahlt dadurch in voller Stärke und Schönheit, sanftmütig und zart.
Noch ein Gefühl von dieser Energie ist schwer zu beschreiben. Das ist die Energie dahinter, hinter allem. Absolute Ruhe und Frieden. Das ist eine weibliche Energie, die in sich alles behält. Wenn man aus dieser Quelle agiert, ist das ganze Tun friedlich, sanft und freudig. Dieses Gefühl vermittelt mir meine Uroma. Sie lächelt mich an, erfüllt mein Herz mit Wärme, Freude und Geborgenheit.

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